Haltungsbericht
Eine Paarhaltung ist bei den Zwerggeckos die beste Variante (Ausnahme: grosse, dichtbepflanzte Terrarien). Weibchen können untereinander aggressiv werden, wenn es ums Fressen oder den geliebten Sonnenplatz geht. L. williamsi zeigen selten aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen.Mit Kopfnicken und Flucht des schwächeren Individuums ist der Streit oftmals getan. Selten kommt es zu ernsthaften Beissereien. Die Jungtiere vertragen sich in Gruppen recht gut. Grundsätzlich ist davon abzuraten, mehrere Männchen zusammen zu halten. Gelegentlich stellen die adulten Tiere dem frisch geschlüpften Jungtier nach. Eine Vergesellschaftung mit anderen Geckoarten wird nicht toleriert.
Die nötige Luftfeuchtigkeit wird durch zweimaliges Sprühen (von Hand oder automatisierte Regenanlage) in den Morgen- und Abendstunden erreicht. Zum Sprühen sollte temperiertes, entkalktes Osmosewasser verwendet werden. Kalkhaltiges Wasser verursacht Flecken auf dem Glas und den Pflanzenblättern. Je dichter ein Terrarium bepflanzt ist, umso besser bilden sich feuchtere Orte. Staunässe und Schimmelbildung sind unbedingt zu vermeiden. Innerhalb von drei Stunden nach dem Sprühen sollten die nassen Blätter der Pflanzen im Terrarium wieder getrocknet sein.
Auf eine Heizung durch Matten oder Ähnliches soll verzichtet werden, weil dies nicht der natürlichen Wärmezufuhr entspricht. In einem 60x45x60 Terrarium hat sich mit einer Bright Sun 50 Watt eine optimale Wärmeverteilung eingestellt.Alternativ kann eine Solar-Raptor-50 Watt verwendet werden.
Wichtig ist eine ausreichende UV-Versorgung der Tiere, da sie verglichen mit anderen Geckos ein hohes UV- Bedürfnis haben. Tiere die nur unzureichend mit UV Bestrahlt werden, bekommen Rachitis, was tödlich enden kann. Der Einsatz der erwähnten Lampen, verhindert solche Krankheiten und lässt die Geckos in ihrem schönsten Blau erstrahlen.
Als Futter dienen hauptsächlich Drosophila (die kleinen und die grossen), Ofenfischchen, Erbsenblattläuse (sehr nährreich), Terflies oder anderen Fliegen. Auf Heimchen und Grillen kann verzichtet werden. Diese verstecken sich gerne in Ritzen und wachsen dort. Sie sind innerhalb weniger Tage zu gross für die Geckos. Nachts, wenn die Geckos inaktiv sind, können die Grillen gar die Geckos anknabbern und verletzen. Schaben und Ähnliches sind zu gross für die kleinen Geckos. Gerne haben sie zudem Geckohonig und Früchtebrei (Wichtig: dosiert, Gefahr von Überfettung!). Allgemein gilt: zurückhaltendes Füttern, damit Überfettung nicht eintritt. 3 Mal wöchentlich ist ausreichend ( Lebendfutter oder Früchtebrei).